Sonntag, 18. Februar 2018

Lesesonntag Februar 2018

Ein strahlend schöner Morgen hat mich heute beim richtigen Öffnen der Jalousie gegrüßt - nachdem meine Katzen mich recht sanft geweckt hatten. Gegen 8 Uhr sind beide der Meinung, dass jetzt doch mal so langsam Futter im Napf landen könnte und so wurde ich angestupst und angeschnurrt und es wurde ausgiebig laut der Kratzbaum im Schlafzimmer bearbeitet. Ich finde das subtil - ironiefrei -. :)  Die Helden sind inzwischen versorgt, ich bin "durchs Bad" und habe jetzt auch mein Frühstück vor mir. Gestern wurde ich noch von meiner Freundin Sayuri und ihrer Familie verwöhnt - der Frühstückstisch war sehr liebevoll und mit vielen Köstlichkeiten gedeckt und Sayuris und meine Stadttour mit Cafebesuch war ergiebig und schön (es waren irgendwie nur zu viele Menschen in den Geschäften, lach) -, heute musste ich dann wieder selbst schnippeln.

Am Donnerstag dieser Woche habe ich in einem Buchladen zwei Bücher mitgenommen. Das eine war Fredriks Backmanns "Kleine Stadt der großen Träume" - vom Ton her deutlich anders als sein Ove-Buch (die anderen von ihm habe ich nicht gelesen), emotional fordernd und gut, auch wenn ich Mühe hatte, in das Buch hineinzukommen. Das erste Drittel ungefähr zog sich für mich ziemlich, besonders wegen der Eishockeythematik, aber ab einem bestimmten Ereignis kam ich nicht mehr von weg und so habe ich das Buch dann am Freitag quasi in einem Rutsch gelesen. Wer wie ich bis ca. 150 - 200 Seiten hinein in das Buch etwas kämpfen muss: Durchhalten lohnt sich.

Außerdem habe ich "Doktor Oldales geografisches Lexikon" von John Oldale mitgenommen. Zu diversen - der Autor spricht von allen und listet vorn auch die einzelnen Nationen alphabetisch auf, aber ich bin wegen des Begriffes "alle" einfach unsicher - Nationen der Erde liefert er eher ungewöhnliche Fakten. Sein Buch, seine Auswahl: So findet man zu Afghanistan weder Hauptstadt noch Einwohnerzahl oder Fläche, aber z.B. , dass von dort die Möhre stammt und dass die Verzehrbarkeit der Wurzel eher zufällig herausgefunden wurde - man aß das Grün wie bei der Petersilie - oder wieviel ein Morgen Mohn an Heroin ergibt und dass der afghanische Bauer daran das 10fache verdienen kann als an einem Morgen Weizen (in 2007). In dem Buch werde ich heute auf jeden Fall weiter schmökern, und zwar normal in alphabetischer Order. Was sonst heute noch als Lektüre bei mir landet ... Update folgt. :) 

Update 15 Uhr
Ich habe inzwischen die Einträge unter dem  Buchstaben A in Doktor Oldales geografischem Lexikon  gelesen; die Auswahl an Informationen ist willkürlich, sie selbst sind zum teil beängstigend, zum Teil erheitern und bislang fast immer neu für mich. Die Art dieses Buches macht es zu einer wunderbaren Wartezimmerlektüre oder auch U-Bahn-/Straßenbahnlektüre, da die einzelnen Einträge in ihrer  Länge überschaubar und in sich abgeschlossen sind.

Dennoch habe ich erst einmal nicht mit den Einträgen unter B angefangen, sondern mir "Immortal Coil" von Jeffrey Lang gegriffen, einen Star-Trek-Roman, der zeitlich zwischen den Filmen 8 und 9 spielt. Nach der Inhaltsangabe geht es um Data und um Fragen zur Entwicklung/Funktionsfähigkeit des positronischen Gehirns, was weiterhin nur Noonien Soong erreicht hat. Data hat gerade seine Mutter - Juliana Tainer - verloren, deren Leichnam an Bord gebracht, und versucht, mit dem Verlust und der Trauer umzugehen, als die Enterprise zum Labor von Cmd Maddox geordert wird, in dem ein Unfall stattgefunden hat. Mal sehen ... Update folgt. 

Update 21 Uhr
Ich habe den Nachmittag weiter in "Immortal Coil" gelesen; es gibt Referenzen zu Personen wie Dr. Tainer, Soong und Graves, und zu Ereignissen insbesondere zur TNG-Serie, aber auch zu den Filmen Nr. 7 und 8. Hierdurch ergibt sich nicht nur ein Gefühl von Kontinuität, sondern erfreut auch das Fanherz. ;) Daneben: Es ist eine Data-Story und nicht einfach nur eine Data-Story, sondern eine, in welcher Data nicht aus irgendwelchen Gründen von außen sondern aus Gründen der Continuität Emotionen hat. Bislang - ich habe ca. die Hälfte gelesen - unterhält mich der Roman gut.

Sehr viel ist hier bei mir nicht wirklich passiert. Zwischendurch habe ich gekatzeln, die MuMs und mich versorgt incl. den Joghurt und das Brot für morgen vorbereitet, vorhin ein Glas Rotwein genossen und ein oder zwei Youtube-Clips geschaut - dieses Mal über Babylon5 - eine Serie, die ich sehr mag - auf dem Kanal von Lorerunner.

Dies ist heute mein letztes Update. Es wird nicht lange dauern, dann werde ich in meine Koje gehen und dort noch etwas lesen, die Nacht wird gegen 6 Uhr zu Ende sein. :)

Hier noch zwei Bilder von meiner Lesegesellschaft am heutigen Tag.  Wir lesen uns!



Donnerstag, 8. Februar 2018

Natira & Co - Leben ist ...

was Dir passiert, während Du andere Pläne machst.

Eigentlich wollte ich in der kommenden Woche am Samstag für 5 Tage an die Ostsee fahren. Diese Reise habe ich dann doch erst einmal storniert. Meine Socke Merlin hat schon länger Last mit der Verdauung und ich habe endlich im letzten Monat die erforderlichen Proben beisammen gehabt für den Tierarzt (ich wäre auch genervt, wenn mich ständig jemand beim Toilettengang stört). Am Dienstagabend habe ich dann mit dem Tierarzt telefoniert. Merlin verdaut (derzeit?) schlecht Eiweiß und Fette, wie sich nun herausgestellt hat, und soll als erste Maßnahme möglichst fettarm - unter 10 % Fett - essen. Außerdem sind da ein paar Bakterien in der Probe gewesen, die nicht so wirklich etwas darin zu suchen haben. Hier findet gerade ein weiterer Test statt, der ggf. zur Antibiotikagabe für meinen Spargeltarzan führt. Nicht nur will ich meinen Kater sowieso erst mal "im Blick" behalten, ich fände es auch unangemessen, einem Katzensitter die Futterumstellung und Medikamentengabe binnen Wochenfrist quasi auf's Auge zu drücken, wenn ich selbst nicht so genau weiß, was sich durch die Umstellung ergibt.

Ein positiver Effekt: Ich bin am dritten Sonntag im Februar hier und kann mich dem Lesetag widmen.

Eigentlich wollte ich am kommenden Mittwoch auch meinen zweiwöchigen Urlaub antreten ... Nun, es gibt für mich zu 98% nächste Woche ab Mittwoch Urlaub, allerdings drei Tage und am Montag werde ich dann wieder ins Büro gehen. Meine Vollzeit-Kollegin hat es leider erneut von den Beinen geholt; sie ist am Mittwochvormittag zum Arzt gegangen, der sie auch prompt erneut mit Antibiotika  erst einmal zwei Wochen krank geschrieben hat. Meine andere Kollegin kommt ja nur halbe Tage - vormittags - und grundsätzlich nur 2x die Woche; völlig klar, dass das mit drei Chefs nicht geht, selbst wenn einer von den dreien sich mehr und mehr aus dem Büroalltag zurückzieht. Da nächste Woche ab Mittwoch aber sowieso Arbeiten am System anstehen, wodurch die Nachmittagsarbeit eingeschränkt wird ... Jedenfalls komme ich dann wenigestens zu einem gut verlängerten Wochenende. Je nachdem, wie sich das bei meiner Kollegin entwickelt, will ich versuchen, meinen Februarurlaub dann irgendwie in den März zu packen, mal schauen .... 

Wie gesagt, Leben ... 



Sonntag, 21. Januar 2018

Lesesonntag Januar 2018

Ich sitze gerade im Bett und habe mein Frühstück neben mir stehen - wie  an so vielen Sonntagen und ohne jedes schlechte Gewissen. :) In der vergangenen Woche ist wieder so etwas wie Normalität in das Büro eingekehrt, weil auch meine zweite Kollegin wieder arbeitsfähig war, jedenfalls ihrer Ansicht nach und von der hat sie ihren Arzt überzeugt. Ich bin der Meinung, sie hätten die zwei Tage der letzten Woche noch zum Ausruhen und Erholen nutzen sollen, die zwei Tage hätten "den Kohl nicht fett gemacht". Aber nun. ;) Dennoch wollte ich gestern im Büro ein paar Akten nacharbeiten. Wir haben in einem Jobbereich  (den ich dann weiter bearbeite) derzeit viele Termine und im Februar steht ja mein Urlaub an. Allerdings - die EDV war gestern so träge, dass ich zusehen konnte, wie Buchstaben auf dem Bildschirm erscheinen und sich Fenster zeilenweise aufbauen. Das macht(e) mich jedes Mal wahnsinnig, weil es ewig dauert, bis man einen Text geschrieben und korrigiert hat. Dabei hatte ich nur Outlook und Word auf, die systemfressende Fachsoftware, das digitale Diktat, Adobe und das Dokumentenmanagement waren noch nicht einmal auf. Ich 1,5 Stunden, in denen ich im Grunde nur das Postfach aufgeräumt und eine Mail an den IT-Mitarbeiter mit Anlagen etc. geschrieben habe, gab ich entnervt auf und ging nach Haus. Von der IT waren am Freitagabend Arbeiten am Server vorgenommen worden - bis dahin lief alles normal, ich kann nur hoffen, dass viell. irgendein Update o.ä. noch im Hintergrund lief, denn wenn das morgen so weiter anhält, beiße vermutlich nicht nur in ich die Tischplatte vor Frust und Ärger. Die Kehrseite war natürlich, dass ich gestern mehr Zeit hatte. Ich habe mir "Phantastische Tierwesen und wie sie zu finden sind" angeschaut - hach! - und Bagel gebacken - den außer Form geratenen gibt es heute übrigens zum Früshtück, lach -. Mir ist der Teig dieses mal sehr gut gelungen, nur etwas mutiger beim Salz darf ich noch sein.


Nebenher habe ich "Miniatures" von John Scalzi als Audiobuch zu Ende gehört. Ich habe seine Kurzgeschichten sehr genossen - auch sein Penelope-Gedicht, bei letzterem hätte ich allerdings eine ander Form des Vortrags bevorzugt, weil mich die eingespielte in Rhythmus und Betonung zu sehr an die vorangegangenen humorvollen, teils lakonischen, Kurzgeschichten, überwiegend mit Science-fiction/Fantasy Inhalt erinnert hat.  Ich mochte besonders, dass sich viele Geschichten um den alltäglichen und gelebten Umgang zwischen Menschen und Außerirdischen beschäftigen, kicherte durchgängig beim Hören der Geschichten über die Gremlins  - und auch über die vom Daumenbringer - ein Android zieht in ein Heim ein und erhält dieses Namen, Weiteres kann ich nicht verraten ohne zu spoilern -. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und die Geschichten wurden durch den Vortrag der diversen männlichen und weiblichen Sprecher gehoben (mit der klitzekleinen Ausnahme zum Gedicht).

Zu was ich heute greifen werde, weiß ich noch nicht. Ich hatte Anfang des Jahres die deutsche Ausgabe von "Memory Wall" von Anthony Doerr gelesen, die tatsächlich im Gegensatz zu der englischen Ausgabe nur diese Novelle enthielt, und mir daraufhin gleich zwei weitere Bücher mit seinen Kurzgeschichten bestellt, die hier sind. Dann liegen in meiner unmittelbaren Nähe noch ein japanischer Krimi und zwei Sachbücher. Mal sehen ... Ich werde berichten. :)

Update 13.00 Uhr
Ich habe mich für "13 Stufen" von Kazuaki Takano entschieden, der im Todestrakt mit dem Häftling Kihara beginnt, dann zu der Entlassung eines anderen Häftlings namens Jun'ichi wechselt, dessen Akte noch einmal von dem Vollstreckungsbeamten Nango gelesen wird. Kurz darauf spricht Nango den noch unter Bewährung stehenden Jun'ichi an. Es geht darum zu prüfen, ob Kihara wirklich der Täter in einem grausigen Fall ist - und die Vollstreckung der Todesstrafe ist beantragt. Ich habe bereits ca. 1/3 des Taschenbuches gelesen und mag die zurückhaltende Erzählart.


Ich kuschel mich jetzt noch ein Stündchen oder so mit dem Buch unter die Decke, dann werde ich mich aber mit dem Hausflur beschäftigen müssen. ;)

Update 18.00 Uhr
*machtihrBuchzu*
Kazuaki Takano werde ich versuchen, im Blick zu behalten. Das Buch als einen Krimi zu beschreiben, wird ihm nicht gerecht, auch wenn Nango und Jun'ichi detektivisch arbeiten. Neben dem für mich spannenden Plot ging es immer wieder um die Fragen Schuld, Sühne, Sinn und Zweck von Strafe und wie dies in der Gesellschaft  umgesetzt wird, wobei es in der japanischen Gesellschaft noch immer die Todesstrafe gibt. Nango als Vollzugsbeamter kommt hier ebenso zu Wort wie Jun'ichi als Verurteilter und auch Familienmitglieder der Opfer. Es geht zudem um Abläufe in der Justiz - diese und das japanische Strafrecht sind mir völlig fremd, aber die Schilderungen in diesem Buch fühlen sich real an. Spannend, lehrreich und anregend.

Ich werde jetzt erst einmal die MuMs versorgen, sonst wird es gleich neben mir laut. Und dann werde ich wohl fix mal vor die Tür gehen, um die Scheibenwischer am Auto jedenfalls hochzustellen (wenn das noch gelingt), damit sie nicht über Nacht anfrieren.

Update 21.30 Uhr
Ein Bagel mit Frischkäse und ein wenig geräucherter Forelle, dazu ein Glas Wein (den Rest meiner geräucherten Forelle gab es als Nachtisch für die MuMs, die damit ganz zufrieden waren), das war mein Abendessen und es war lecker. Statt zu einem meiner Bücher neben mir zu greifen, habe ich bei skoobe "Satoru und das Geheimins des Glücks" von Hiro Arikawa ausgeliehen - Satoru macht die Bekanntschaft eines Streuners, schließt mit ihm Freundschaft, hilft ihm, als er von seinem Auto erfasst wird und adoptiert den Streuner - obwohl dieser klarstellt, dass natürlich Saturo sein Mensch ist. Allerdings sucht Satoru nach ein paar Jahren jemanden, der Nana aufnehmen kann und besucht so Freunde seiner Kinder- und Jugendzeit zusammen mit Nana. Ich befürchte, dass das Buch, das ich knapp zur Hälfte bereits gelesen haben, mich zum Weinen bringen wird - aber das bleibt abzuwarten.

Ein weiteres Update wird es hier nicht heute nicht mehr geben; ich werde vermutlich lesend einschlafen oder so.

Ich mag die Lesesonntage, weiß aber nicht, ob ich im Februar dabei sein werde, weil ich an diesem Sonntag wohl ontour sein werden; aber wer weiß, vielleicht melde ich mich morgens und abends trotzdem. Und vielleicht schaffe ich es ja sogar, mich zwischendurch in diesem Theater zu Wort zu melden. :)

Wir lesen uns!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Wochenmitte mit Schnee

Der Tag startete heute früh bereits mit Straßen, die noch nicht so recht geräumt waren - zur Arbeit den Berg hoch bin ich allerdings gekommen. Über den Vormittag gab es einen Wechsel zwischen Sonne und Schneefall und am Nachmittag setzte letzterer dann ein wenig mehr ein.



Als ich dann am Abend zum Auto ging, stellte ich fest, dass der Schnee recht nass und schwer und backsig war. Und am Wohnort lag deutlich weniger Schnee und es war feuchter.








Das schaute richtig heimelig aus - wäre auch nett zur Weihnachtszeit gewesen. ;)


Nun bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass die gemeldeten Sturm- und Orkanböen mit möglichem Stark- und Schneeregen glimpflich ablaufen.

Was die Arbeitsfront angeht: Ab morgen sind wieder alle Mitarbeiterinnen im Einsatz. Das ist wirklich glücklich, weil in dieser Woche wieder solche Termine eingesetzt haben, die in meinen alleinigen Arbeitsbereich fallen und so passt es sehr gut, dass ich mich ab jetzt wieder mehr auf meinen Kram konzentrieren kann. Dennoch wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich am Samstag wieder ein paar Stunden ins Büro gehen muss. Dafür ist der kommende Sonntag wieder Lesesonntag und ich freue mich schon darauf. Wir lesen uns spätestens dann. :)